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Neubau Sporthalle Breitli

Neubau Sporthalle Breitli

Sporthalle
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Sportanlage
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Holzbau
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Hybridbauweise

Projektart   Neubau Dreifachsporthalle Breitli
Ort   Buochs, Nidwalden
Verfahren   Selektiver Studienauftrag 2025 / 1. Rang
Bauherr   Gemeinde Buochs
Planungs-Bauzeit  2025 - 2029

Landschaftsarchitektur   Mettler Landschaftsarchitektur AG


ORTBAULICHE SETZUNG /// KONZEPT
Die heutige ortsbauliche Situation der Schulanlage mit der bestehenden Sporthalle Breitli wird geprägt von der Topografie. Auf unterschiedlichen terrassenartigen Flächen ordnen sich die verschiedenen Baukörper, eingebettet im Terrain, mit Ausblick zum Seebecken ein.
 
Mit dem geplanten Neubau der Sporthalle wird die ortstypische Setzung weitergebaut und additiv neben der bestehenden Halle ergänzt. So gliedert sich die neue Sporthalle parallel zum Hang auf selbstverständliche Art und Weise ein. 
Die landschaftlich prägenden Durchwegungen, hangauf- bzw. hangabwärts, werden über den neuen, zentral gelegenen Vorplatz geführt, welcher gleichzeitig die Adresse der neuen Sporthalle bildet. So entsteht eine lockere Aufweitung als zentrale Eingangssituation. Über die neuen Plätze und Aussentreppen spannt sich eine neue adäquate Sichtachse auf.
 
Die Kapelle St. Sebastian, im Herzen der Schulanlage, wird in ihrer Wirkung nicht beeinträchtigt. Vielmehr wird die Kapelle als Kulturdenkmal weiter gestärkt und rückt noch mehr ins Zentrum der Anlage. 
 
Die umgebenden Aussenräume sind ein wichtiger Teil des Neubaus und stellen eine räumliche Erweiterung der jeweiligen Innenräume, Halle im Erdgeschoss und Tribüne im Obergeschoss, dar. Die neue Sporthalle interagiert so auf vielfältige Weise mit der Umgebung. Es entsteht ein einladendes und einsehbares Gebäude, welches sich auf allen Ebenen zum Aussenraum öffnet und mit der Umgebung verschmilzt. Die Aussenplätze sind sicht- und spürbarer Bestandteil des Gebäudes und ermöglichen eine eindeutige Orientierung im Gebäude.
 
Mit den leicht geneigten Satteldächern nimmt das Gebäude den Kontext der umgebenden Sport- und Schulbauten auf und nimmt sich in der Höhe zurück. Weit auskragende Vordächer und Fassadenrücksprünge definieren die zwei Haupteingangssituationen und bilden eine eindeutige Adressierung. Die Vordächer bieten wertvollen gedeckten Aussenraum für unterschiedlichste Nutzungsszenarien.
 
Die neue Sporthalle ist ein sichtbar offenes und öffentliches Haus für Buochs.

 

ARCHITEKTURKONZEPT
Die Nutzung der neuen Sporthalle verteilt sich auf zwei Geschosse. Auf Hallenniveau im Erdgeschoss angebunden ist das neue Foyer mit vorgelagertem Aussenraum, welches den Haupteingang definiert und direkt in die Halle führt. Der nordseitig vorgelagerte Aussenbereich der Halle, wie auch der Eingangsplatz zum Foyer, können bei Veranstaltungen dazugeschaltet werden.
Alle notwendigen Nebenräume und WC-Anlagen gliedern sich unmittelbar hinter dem Foyer im Erdgeschoss an. Eine interne Verbindung zur bestehenden Sporthalle gewährleistet eine maximale Flexibilität und sorgt für kreuzungsfreie Versorgungswege bei Veranstaltungen. Garderoben, Lehrerumkleiden und Geräteräume bilden das Rückgrat der Halle und ermöglichen einen direkten und hindernisfreien Zugang zur Sporthalle. Von den Garderoben besteht ein direkter Ausgang zu den Aussensportplätzen.
 
Das Foyer im Erdgeschoss ist über eine breite Treppe mit der Eingangshalle im Obergeschoss verbunden. Die Eingangshalle dient als zentraler Ort mit Kiosk und angebundenem Mehrzweckraum, welcher für Anlässe dem Foyer zugeschaltet werden kann. Ein grosszügiges Vordach verbindet den östlichen Ausgang der bestehenden Sporthalle niveaugleich mit der neuen Eingangshalle im Obergeschoss. Damit werden beide Geschosse des Neubaus hindernisfrei mit dem Bestand verknüpft und die neue Eingangshalle wird zum zentralen Element.
Die Zuschauertribüne wird ebenfalls über die Eingangshalle erschlossen und bietet eine stützenfreie Einsicht in die Sporthalle. Südseitig öffnet sich die Zuschauertribüne zum Aussenraum, mit vorgelagerter Laufbahn und der Weitsprunganlage, welcher bei Bedarf für grössere Veranstaltungen variabel bespielt werden kann. Der Kiosk bedient die verschiedenen Innenräume, Foyer und Tribüne, wie auch die Aussenplätze. Ein multifunktionaler Raum, welcher ein Maximum von verschiedenen Nutzungsszenarien ermöglicht.
 
Sinnbildlich ermöglicht eine neue attraktive Aussentreppe, parallel zur inneren Erschliessung, die adäquaten Eingangssituationen mit variablen Erschliessungsmöglichkeiten auf beiden Ebenen für Schule und Vereine.
 
Bei Sportanlässen befindet sich der Sportlereingang im Erdgeschoss mit direktem Zugang zu den Garderoben und zur Sporthalle. Im Obergeschoss befindet sich der separate Zugang für die Zuschauer mit der Zuschauertribüne, dem Kiosk und dem Mehrzweckraum. Alle vorgelagerten Aussenräume können je nach Jahreszeit und Grösse der Veranstaltung dazugeschaltet werden.  
 
Bei Grossveranstaltungen mit bis zu 900 Personen, wird die Sporthalle über den Eingangsplatz und das Foyer im Erdgeschoss ebenerdig erschlossen. Grosszügige WC-Anlagen sowie der Office-/Cateringbereich befinden sich direkt am Foyer respektive an der Sporthalle. Der Office-/Cateringbereich wird über einen separaten Verbindungsgang mit der bestehenden Sporthalle und der Anlieferung über den Vorplatz verbunden. So funktionieren Zuschauer- und Servicebereich komplett unabhängig voneinander. Der Kiosk und der Mehrzweckraum im Obergeschoss können bei Bedarf, zum Beispiel für einen separaten Barbetrieb, dazugeschaltet werden. Ebenfalls können die entsprechenden Aussenräume für die unterschiedlichen Events genutzt werden.
 
Die Sporthalle wird zweiseitig optimal belichtet. Nordseitig mit grossen Verglasungen zur vorgelagerten Terrasse mit Blick auf den See und südseitig mit kleineren Verglasungen über der Tribüne und hinter der Tribüne mit Bezug zum Aussenraum.