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Neubau Mehrfamilienhaus

Neubau Mehrfamilienhaus

Holzbau
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Mehrfamilienhaus
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Nachhaltigkeit
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Wohnen

Projektart   Neubau Mehrfamilienhaus 
Ort   Lachen, Schwyz
Bauherr   Privat
Planungs-Bauzeit  2023 - 2026


ORTBAULICHE SETZUNG /// ARCHITEKTURKONZEPT
Das Mehrfamilienhaus reagiert mit seiner volumetrischen Setzung auf die Lage an der Strassenkreuzung. Die «Baulücke» wird auf selbstverständliche Weise als letztes Puzzlestück an der Strasseecke geschlossen, wodurch der Neubau die Dorfstruktur ergänzt und aufwertet. 
 
Südlich von der Oberdorfstrasse betrachtet präsentiert sich der Neubau als feiner Baukörper mit vorgelagerter Balkonschicht. Fassadensprünge, Balkone und ein zurückversetztes Attikageschoss gliedern das Gebäude und integrieren es harmonisch in die bestehende Umgebung. In einem Quartier, das von Ein- und Mehrfamilienhäusern geprägt ist, orientiert sich der Neubau hinsichtlich Massstabs und Typologie an den umgebenden Bauten. Der Zugang zum Neubau erfolgt sowohl über die Glärnischstrasse als auch über die private Zufahrtsstrasse.
 
Das Mehrfamilienhaus umfasst drei Vollgeschosse (EG, 1.OG, 2.OG), ein Attikageschoss sowie ein Untergeschoss. Das Erdgeschoss ist luftig gestaltet, wobei die ostseitige Gebäudeauskragung als Carport dient. Die Hausadresse wird durch einen Gebäudeeinschnitt auf der Nordseite akzentuiert. Auf der Süd- und Westseite befinden sich die Grünflächen für die gemeinschaftliche Nutzung sowie der Garten der Garten-Maisonette-Wohnung. Das Untergeschoss liegt vollständig im Erdreich und zeichnet sich entlang der privaten Zufahrtsstrasse lediglich durch einen feinen Sockel. 
 
Die Garten-Maisonette-Wohnung besitzt einen separaten Zugang und erstreckt sich über drei Geschosse. Eine interne Treppe führt ins Obergeschoss, wo sich die Schlafzimmer befinden und ins Untergeschoss mit einem Mehrzweckraum, der durch einen Lichthof belichtet wird. 
Alle Wohnungen der Obergeschosse werden über ein zentrales Treppenhaus erschlossen. Die beiden 3½-Zimmer- Wohnungen befinden sich im 1. und 2. Obergeschoss. Die Grundrisse sind identisch gestaltet und besitzen je einen grosszügigen Balkon. 
 
Im 2. Ober- und Attikageschoss befindet sich eine Attika-Maisonette-Wohnung. Die interne Treppe verbindet die Geschosse, wobei im 2. OG die Schlafräume und im Attikageschoss die Wohnräume untergebracht sind. Das Attikageschoss bietet eine hohe Wohnqualität mit allseitiger Ausrichtung und grosszügigen Terrassen, die von jeder Tages- und Lichtstimmung profitieren. 
Alle Wohnungen erhalten durch ihre Ausrichtung und Befensterung eine optimale Belichtung und gleichzeitig den bestmöglichen Schutz vor Strassenemissionen. 

 

Materialisierung und Konstruktion
 
Das Quartier zeichnet sich durch eine hohe Heterogenität und Diversität der bestehenden Gebäude aus. Unterschiedliche Materialien, hauptsächlich Putz-, Holz- und Eternitfassaden, wechseln sich ab. Das Projekt setzt auf eine hochwertige Materialisierung an der Fassade, wie auch im Innenausbau, was die architektonische Haltung unterstreicht.
 
Das Mehrfamilienhaus wird als Holzbau erstellt, was auch durch eine hinterlüftete Holzfassade zum Ausdruck kommen soll. Die dunkelblaue Fassade setzt einen feinen Akzent und fügt sich harmonisch in den Kontext ein. Die Holzfenster runden die Fassadenmaterialisierung ab. Das Flachdach ist extensiv begrünt und bietet Platz für die geplante Photovoltaik-Anlage.


Aussenraum / Umgebungsgestaltung
 
Die öffentlichen respektive halb-öffentlichen Aussenräume wie der nordseitige Vorplatz mit dem Hauszugang sowie die westseitige Parkierung, werden mit einem sickerfähigen Pflastersteinbelag versehen.  Die Pflästerung wird sämtlichen Bedürfnissen der intensiven Nutzung dieser Flächen gerecht. Der südlich gelegene Garten dient als privater Aussenraum der Garten–Maisonette–Wohnung und wird naturnah gestaltet. 
 
Der Höhenunterschied wird durch eine Terrassierung gegliedert. Die organischen Formen schaffen attraktive Aussenräume und mit der Bepflanzung wird gleichzeitig ein Sichtschutz geschaffen. Der gemeinschaftliche Aussenraum auf der Ostseite wird mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Die Grünflächen rund um das Gebäude werden naturnah mit Blumenwiesen und Sträuchern gestaltet. Einzelne Bäume dienen als Schattenspender und komplettieren das Bepflanzungskonzept.  Auf versiegelte Hartflächen wird bewusst verzichtet.