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Sporthalle und Tagesstrukturen

Sporthalle und Tagesstrukturen

Dreifachturnhalle
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Sportanlage
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Schulhaus
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Neubau

Projektart   Neubau Dreifachsporthalle mit Tagesstrukturen
Ort  
Hausen am Albis, Zürich
Bauherr  
Gemeinde Hausen am Albis, vertreten durch den Gemeinderat
Projektwettbewerb   1.Rang 2020, ARGE Atelier Brandau Ciccardini & Roman Sigrist Architektur
Realisierung  Atelier Brandau Ciccardini, 2021-2025

Baumanagement   TGS Bauökonomen AG
Bauingenieur   Weber Ingenieurbau GmbH
Holzbauingenieur   Makiol Wiederkehr AG
Brandschutz   Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG
Bauphysik   RSP Bauphysik AG
HLKS-Ingenieur   Vadea AG
Elektroingenieur   Zimmermann Engineering AG
Lichtplanung   Michael Josef Heusi GmbH
Landschaftsarchitektur   Mettler Landschaftsarchitektur AG

 

KONZEPT
Die Massstäblichkeit und die Positionierung der beiden neuen Baukörper folgt dem vorhandenen Siedlungsmuster und der bestehenden Topografie. Einerseits wird die 3-fach Turnhalle mit der Tagesstruktur parallel zum Bachlauf und den Höhenlinien gesetzt. Andererseits wird durch die präzise Setzung des Volumen mit einem Versatz des Baukörpers, ein räumlich definierter Vorplatz mit Eingang generiert, welcher die Wegverbindung der bestehenden Schulanlage über die Brücke vortsetzt und neu definiert. Die Aussenräume werden zoniert und es entstehen vielfältige Spiel- und Begegnungsorte, gedeckte- und offene Pausenplätze sowie ein Spielplatz welcher mit der Tagesstruktur über die Höfe verknüpft wird. Die Positionierung des Baukörpers parallel zu den Höhenlinien bewirkt eine optimale Einbettung in die Topografie und bewirkt reduzierte Terrainanpassungen.
 
Die Setzung des quadratischen Baukörper der Primarschule mit einem gedecktem Eingang westlich des Pausenplatzes, definiert den Pausenplatz und schafft nördlich und westlich einen angemessenen Abstand und Freiraum. Es wird ein räumlichen Abschluss der Freiraumzonen und der bestehenden Schulanlage geschafft.
 
Durch die Anordnung des Einganges und der Tribüne im Galeriebereich, wird ein räumliches Erlebnis geschaffen und eine optimale Übersicht der Halle ermöglicht. Die Gebäudetypologie der 3-fach Turnhalle zeichnet sich durch eine speditive Anordnung der erforderlichen Nutzungeinheiten aus. Eine offene Raumabfolge von Foyer, Eingangsbereich und Zuschauertribüne mit einer Galeriesituation lässt zudem flexible Nutzungen zu. Synergien bei Anlässen mit der Tagesstruktur, Küche und der Aufenthaltsräume werden ermöglicht. Durch die Anordnung aller Garderoben / Duschen / Geräteräumen längsseitig der Halle, entstehen kurze und effiziente Verbindungswege innerhalb der Nutzungseinheiten.
 
Das zweigeschossige Volumen der Turnhalle, welches um ein Geschoss versenkt in das gewachsene Terrain eingelassen ist, ermöglich den Massstab der angrenzen Gebäude weiterzustricken. Mit einer zweiseitigen natürliche Belichtung in Längsrichtung der Halle, wird eine ausgewogene Lichtstimmung erzielt. Dies hat einen niedrigem Stromverbrauch für künstliche Beleuchtung zur Folge.
 
Anbindung an den Schulbetrieb
Durch die Positionierung der 3-fach Turnhalle mit einem räumlichen Versatz, entsteht ein geschützter Vorplatz- und Eingangsbereich für die Tagesstruktur und die 3-fach Turnhalle.
Das Wegnetz der bestehenden Schulanlage kann mit dem Standort des Einganges im Bereich der Brücke auf effiziente Weise weitergeführt werden. Die Beziehung der bestehenden Aussensportanlage direkt neben der 3-fach Turnhalle und deren Anbindung mit einem Vorplatz, schafft Synergien und schafft die gewünschte räumlichen Beziehungen von den bestehenden und neuen Aussenraumanlagen.
 
Flexibilität
Durch die Positionierung des Eingangsbereiches entsteht eine direkte Verknüpfung der Räumlichkeiten von der Tagesstruktur und der 3-fach Turnhalle. Die Anordnung der Räume für den Mittagstisch und der Küche direkt beim gemeinsamen Eingang, ermöglicht vielfältige und flexible andere Nutzungen im Zusammenhang von Anlässen der Turnhalle, Schul- und Kulturveranstaltungen sowie Vereinsaktivitäten als nutzungsneutrale Räume.
Die räumliche Anordnung der Nutzungseinheiten bei der Primarschule wie Gruppenräume, Klassenzimmer und der Logopädi etc., sind flexibel ausbaubar durch bewegliche Raumtrennungen. Es entstehen vielseitige Nutzungszonen wie Arbeitsnischen im Korridor mit Tageslicht, ein zentraler Eingangsbereich im EG sowie ein gut belichteter zentraler Korridor / Halle im Obergeschoss. Dies fördert unterschiedliche soziale Kontakte.

UMGEBUNGSKONZEPT
Die Weidstrasse, die vor dem Neubau verläuft wird als Begegnungszone ausgebildet. Sie weitet sich vor dem Gebäude zum platzartigen Vorbereich auf und reagiert spielerisch auf den linearen Freiraum der Jonen. Von dort aus öffnet sich das neue Gebäude zum Bach und zum Schulgelände und bildet so einen Platz für Grossveranstaltungen. An der Vorderseite des Gebäudes gibt es Fahrrad- und Rollerplätze für die Schulkinder. Ein Brunnen am Eingang des Gebäudes definiert den Hauptplatz. Die Verbindung zwischen den Aussensportanlagen und dem Neubau ist durch einen neuen Weg klar definiert. Auf der Nordseite des Gebäudes ist ein Spielplatz für die Tagesstruktur vorgesehen. Die bestehenden Bäume entlang des Jonen werden durch neue Pflanzungen ergänzt. Die Baumarten und die freie Verteilung der Vegetation, welche am Bach vorkommen, sind das Vorbild für das Pflanzkonzept. Grosskronige Arten (Wildkirsche, Ahorn, Linde und Nussbaum) spenden an sonnigen Tagen Schatten und gliedern den Freiraum. Die Parkplätze und der Vorplatz der Sporthalle sind dadurch visuell gut in die Umgebung integriert. Der Rest der Fläche bleibt unverändert.
Mit der Gestaltung des Freiraumes wird nicht nur für die Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufenthaltsbereichen geschaffen, die jeglichen Bedürfnissen Raum bieten, sondern auch ein wichtiger Freiraum für die Quartiersbewohner. Mit dem grossen Anteil wasserdurchlässiger Beläge, vielfaltiger Bepflanzung und den ökologischen Ausgleichsflächen steuert das Konzept zur Nachhaltigkeit bei, unterstützt das natürliche Regenwassermanagement und verbessert das lokale Klima.