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Schulanlage Steinhof

Schulanlage Steinhof

Wettbewerb
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Schulhaus
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Sporthalle

Projektart   Schulanlage Steinhof
Ort   Luzern
Bauherr   Stadt Luzern
Wettbewerb   2022
Landschaftsarchitektur  Christoph Wey Landschaftsarchitekten GmbH

 

STÄDTEBAULICHE SETZUNG        
Das Steinhofgebiet als Teil des Obergrundquartiers wird geprägt durch kleinmassstäbliche Einzelbauten, welche von üppigem Grün umspült werden. Am Hang des Sonnenbergs gelegen, ist die steile Hanglage omnipräsent. Kleinere Täler und Schluchten bringen den Gigeliwald mit seinem mächtigen Baumbestand bis weit in das Quartier hinein. Die Schulanlage Steinhof ist zweiseitig gesäumt von solchen Schluchten mit ihrem dichten Waldbestand.
Der Neubau reagiert auf die unterschiedlichen Geometrien der Schluchten und Strassenverläufe mit einer zweiteiligen Gebäudegliederung. Das Sockelgeschoss definiert sich mit seiner öffentlichen Arkade als strassenbegleitende Stadtterrasse entlang der Steinhofstrasse. Die Schulanlage Steinhof bekommt eine neue und adäquate Adresse auf Strassenniveau. Auf dieser Ebene gehört das Gebäude nicht nur den Schülern, sondern auch den Quartierbewohnern. Die externen Nutzungen wie die Turnhalle und der Mehrzweckraum werden direkt über den Haupteingang ab Strassenniveau erschlossen. Ein Geschoss darüber befindet sich das eigentliche Schulhaus leicht ausgedreht und zurückversetzt als dreigeschossiges quadratisches Volumen. Über zwei breite Aussentreppen erreicht man einen grosszügigen und zusammenhängenden Pausenplatz, welcher das Schulhaus umspült.
Das neue Schulhaus mit seiner quadratischen Grundgeometrie fügt sich subtil und präzise in den bestehenden Stadtraum ein. Es entstehen attraktive Aussenräume mit unterschiedlichen Qualitäten. Treppenanlagen und Wege verbinden die unterschiedlichen Niveaus der Aussenräume und erlauben eine öffentliche Durchquerung der Schulanalage.Durch die leicht ausgedrehte Setzung nimmt das Schulhaus den Bezug zur Obergütschstrasse auf und bildet so das Bindeglied zwischen der oberen und unteren Strasse. Es entstehen, der Nutzung entsprechend, unterschiedlich grosse und in der Höhe gestaffelte Plätze, die sich zu einem fliessenden Freiraum zusammenfügen. 

ARCHITEKTURKONZEPT
Leicht zurückversetzt von der Steinhofstrasse betritt man über die vorgelagerte Arkade den Haupteingang. Zur Strasse orientiert befinden sich die zwei Hauptnutzungen im Sockelgeschoss (Mehrzweckraum und Turnhalle). Dahinter sind die Küche und der Hauswartraum angeordnet mit einer direkten Anlieferung. Von der grosszügigen Eingangshalle mit Blick in die Turnhalle, geht eine Treppe in das darunterliegende Geschoss mit Turnhalle, Garderoben, Technikräumen etc. Die Turnhalle wird über die Arkade mit grosszügigen Fenstern blendfrei und natürlich belichtet. Sichtbeziehungen zur Eingangshalle und zum Strassenraum machen die Turnhalle räumlich interessant und lassen sie zu einem Teil des Stadtraums werden. Über die Eingangshalle im Sockelgeschoss führt eine Treppe ins Erdgeschoss zum eigentlichen Schulhaus. Betreten wird das Schulhaus hauptsächlich über den Pausenplatz direkt von aussen. Im Erdgeschoss befinden sich die Betreuungsräume (Verpflegung, Aufenthalt, Spiel etc.) sowie die Lehrerzimmer. Die multifunktional nutzbaren Betreuungsräume haben so eine direkte Anbindung an den Pausenplatz und die Lehrer die bestmögliche Übersicht. 
Über dem Erdgeschoss befinden sich zwei in ihrer Grundstruktur deckungsgleiche Geschosse zur flexiblen Schulnutzung. Pro Geschoss gibt es jeweils eine Einheit mit zwei Schul- und Gruppenräumen sowie den geforderten Nebenräumen und der frei bespielbaren Atelierzone. 
Aus beiden Schulgeschossen gibt es eine direkte Verbindungsbrücke aus der Atelierzone zu den Aussenschulzimmern, dem Schulgarten und dem Spielplatz entlang der Obergütschstrasse. Im ersten Obergeschoss befindet sich der Kindergarten und im zweiten Obergeschoss die 1.&2. Klasse. Die Schulzimmer sind optimal nach Südosten orientiert und haben einen Blickkontakt zum Pausenplatz sowie in die Ferne.